Ortsgeschichte

Herrenhof

Das Modell stellt den Neubauzustand des Herrenhofes im Jahre 1722 dar
Das Modell stellt den Neubauzustand des Herrenhofes im Jahre 1722 dar

Das Gelände um Museum und Kirche ist mit großer Wahrscheinlichkeit seit etwa 7000 Jahren bewohnt. Das bezeugen viele Einzelfunde aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Urnenfelderzeit und der Zeit der Kelten.

In der Römerzeit gehörte auch dieser Bereich zum Kastellgelände. Die Franken hatten hier vermutlich ihren Herrenhof und auch nach der Besitznahme unseres Heimatortes durch den "Petersstift" in Mainz, im neunten Jahrhundert, befand sich hier das Amtshaus.

Seit dem ersten schriftlich festgelegten "Weistum", welches am 4. März 1365 unter der Gerichtslinde in Kraft gesetzt wurde, ist der Name "Herrenhof" dokumentiert.

Hexeneiche

Die Hexeneiche aus Kahler Sicht
Die Hexeneiche aus Kahler Sicht

Bis im Jahre 1686 diente der Platz um die Hexeneiche als Hinrichtungsstätte der Gemeinde. Von 104 verhafteten Personen aus Großkrotzenburg und Oberrodenbach wurden 81 hingerichtet, darunter 11 Oberrodenbacher.

Der mächtige Baum fiel im Jahre 1970 einem Blitzschlag zum Opfer und wurde 1971 endgültig gefällt. Ein ca. 50 cm großes Stück Baumstumpf wird im Museum von Großkrotzenburg aufbewahrt.

Darstellung einer Hexenverbrennung
Darstellung einer Hexenverbrennung

Heute wissen wir genau, dass es Hexen mit Zauberkräften niemals gegeben hat. Und doch ist keine historische Tatsache so tausendfach bezeugt, wie die Hinrichtungen zahlloser Opfer des Hexenwahns. Es ist absolut klar, dass sie im Sinne der Anklage nicht schuldig waren und unschuldig hingerichtet wurden.